Kasutera

Heute möchte ich dir einen meiner absoluten Lieblingskuchen vorstellen: Kasutera. Der Kuchen ist eine Spezialität aus Nagasaki, Japan und stammt ursprünglich aus Portugal.

Im 16. Jahrhundert haben die Portugiesen den Kuchen mit nach Japan gebracht. Er galt damals als eine Art Brot und war sehr beliebt, da seine Haltbarkeit länger war als von anderem Gebäck. Das war gerade für die langen Schiffsreisen von Vorteil. Der Kuchen selbst war in Japan eine Rarität. Er enthält relativ viel Zucker. Zucker war zur damaligen Zeit eine sehr teure Zutat, weswegen er auch nur selten verarbeitet wurde.

Heute schaut das natürlich etwas anders aus. Der Zucker ist erschwinglich und in fast jedem Haushalt zu finden. Er ist jedoch nicht für eine vegane Ernährung oder gar für Diabetiker geeignet.

Lange Rede, wenig Sinn, ich möchte dir das Rezept nicht vorenthalten und wünsche dir gutes Gelingen. Erzähl mir doch in den Kommentaren, wie er dir geschmeckt hat!

Kasutera

Japanischer Kuchen mit portugiesischem Ursprung

  • 200 g Weizenmehl (405)
  • 5 Eier (Größe L)
  • 75 ml Wasser (lauwarm)
  • 3 EL Honig
  • 100 g Zucker
  • 100 g Rohrzucker
  1. Die Backform vorbereiten und sie mit Alufolie auskleiden. Achte darauf, dass der Rand min 10cm hoch ist. Durch den Eischnee bekommt der Teig eine gute Triebkraft.

    Die Form sollte 20x20cm groß sein. Solltest du so eine Form nicht besitzen, reicht auch der Edelstahlrahmen aus.

    Bestäube den Boden etwas mit Mehl, stelle die Form beiseite und heize den Backofen auf 180° Umluft vor.



  2. Das Eigelb mit dem Zucker gut verrühren. Da Rohrzucker etwas grober ist, als Raffinadezucker, wird das Eigelb nicht wirklich schaumig. Das macht nichts.

  3. Den Honig in lauwarmem Wasser auflösen. Das ist im Wasserbad möglich oder auch in der Mikrowelle. Das Wasser darf nur nicht zu heiß sein. Ich habe die Mikrowelle auf mittlerer Leistungsstufe genutzt und zweimal 15 Sekunden laufen lassen. Das funktioniert sehr gut.

  4. Abwechselnd das Honigwasser und das Mehl zum Eigelb geben und gut unterrühren. Dabei darauf achten, dass keine Klümpchen entstehen.

  5. Aus dem Eiweiß Eischaum herstellen. Es hilft, wenn die Schüssel aus Edelstahl ist und sowohl Schüssel wie auch Eiweiße gut gekühlt waren. Manchmal unterstützt auch eine Prise Salz die Bindung von Eischnee. Bitte so lange rühren, bis Spitzen stehen bleiben.



  6. Nun hebst du vorsichtig den Eischnee unter. Nutze dafür am Besten einen Teigschaber aus Silikon. Dann füllst du den Teig in deine Form, erreichst in etwas glatt und schiebst ihn für 10 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen. Im Anschluss öffnest du kurz die Ofentür und drehst dann die Temperatur auf 140° für 50 Minuten runter. Der Kuchen darf gern eine dunkle Oberfläche bekommen. Das ist erwünscht. Sollte er aber schon beinahe schwarz werden, decke ihn mit Alufolie ab. Mach den Stäbchentest. Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, der er fertig. Ansonsten lass ihn nochmal 5-10 Minuten im Ofen. Jetzt darf der Kuchen ruhen. Dazu wickelst Du ihn in etwas frische Alufolie ein und lässt ihn für 8-10 Stunden stehen. Dabei sackt der Kuchen etwas ein. Auch das ist gewollt. Nun nur noch anschneiden und servieren. Guten Appetit!



 

Solltest du noch Fragen haben, stell sie ruhig! Ich freue mich schon sehr auf dein Feedback. 


 
 
 

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