der Rehrücken

Im Laufe des Tages bin ich gefragt worden, wie das Rezept für meine Fondant-Torte lautet. Das ist eig. recht einfach: Rehrücken. Der Name des Kuchens leitet sich aus der Form ab. Normalerweise nutzt man eine spezielle Rehrückenform als Backform, die dem Kuchen das typische Gebilde eines Rehrückens gibt. Im Anschluss daran wird der Kuchen mit Mandeln gespickt. Das verleiht ihm die Optik eines Rehrückens.

Der Rehrücken selbst wir seit Jahren in meiner Familie gebacken. Ich ging noch zur Schule, als meine Mutter das erste Mal mit dem Rezept ankam. Seither gilt er als familiärer Lieblingskuchen.

Zutaten:

für den Teig:

  • 100 gr Butter/Margarine
  • 150 gr Zucker
  • 4 Eier
  • 100 gr geraspelte Schokolade (z.B. Vollmilch von Ruf)
  • 50 gr Weizenmehl
  • 2 Pck. Instantpudding Schokolade
  • 1 1/2 gestr. Teelöffel Backpulver
  • (evtl. 2 EL Milch)
  • 75 gr gemahlene Mandeln/Haselnüsse

für den Guss:

  • 125 gr Puderzucker
  • 30 gr Kakao
  • 1 1/2 EL heißes Wasser
  • 25 gr Kokosfett (Palmin)
  • 40 gr Mandelstifte

Zubereitung:

Zuerst wird der Backofen auf 175-200° vorgeheizt (200° bei Ober- und Unterhitze, 175° bei Umluft). Dann die Butter schaumig rühren und den Zucker dazu geben. Dann die Eier und nach und nach die Schokolade unterrühren. Das Puddingpulver (Bitte den Pudding, den man kochen muss) mit dem Mehl und dem Backpulver mischen und sieben. Dann die Mischung Esslöffelweise zu den Eiern und der Butter geben. Die Milch nur dann dazu geben, wenn der Teig zu fest wird. Er sollte schwer reißend vom Löffel fallen. Nun die gemahlene Mandeln dazu geben. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, Haselnuss und Mandeln zu mischen. Ebenso verwende ich manchmal nur ein Päckchen Schokoladenpudding und ersetze das zweite mit Vanille.

rezept_rehruecken

Nun wird die Form eingefettet und mit Semmelbrösel bestreut. Wenn man keine Rehrückenform hat, reicht auch eine normale Kastenform. Die kann man super mit Backpapier auskleiden. Jetzt kommt der Teig in die Form, die Form auf die mittlere Schiene für 50-60 min in den Backofen.

Während der Kuchen auskühlt, können wir uns um den Guss kümmern. Der Einfachheit halber nehme ich normalerweise nur Puderzucker.
Der Puderzucker und der Kakao wird gemischt, gesiebt und mit dem Wasser glatt gerührt, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Nun wird das Kokosfett zerlassen und unter den Zucker gemischt. Danach wird der Kuchen damit bestrichen und mit den Mandelstiften gespickt.

Tip:
Dieses Rezept habe ich auch für meine Fondanttorte genommen. Allerdings habe ich hier eine Springform benutzt. Damit der Kuchen schön gleichmäßg aufgeht, habe ich Alufolie genommen, diese auf die doppelte Höhe der Springform zugeschnitten und nasse Küchentücher draufgelegt. Dann wird die Folie um die Hälfte gekürzt und einmal um die Springform gewickelt. Achte darauf, dass die Folie nirgends überlappt. Dadurch wird sozusagen isoliert gebacken und die Wärme im Backofen verteilt sich gleichmäßig auf den gesamten Kuchen. Ohne Isolierung hat man das Problem, dass der Rand der Backform natürlich als erstes heiß wird. Dadurch ist der äußere Teil des Kuchens bereits durch, während in der Mitte der Teig noch flüssig ist. An der Stelle hat das Backpulver dann Zeit aufzugehen und der Kuchen bekommt seine typische Wölbung. Durch die Isolierung verhindert man, dass der Teig am Rand zuerst durch wird. Allerdings braucht der Kuchen da dann auch etwas länger. Mein Kuchen war alles in allem etwa 1 1/2 Stunden in der Röhre.

Damit du bei deiner Springform nicht mit Butter und Semmelbrösel hantieren musst, habe ich dir noch einen zweiten Tip, der sich bei mir mittlerweile echt etabliert hat. Er ist ideal für Springformen mit flachem Boden oder auch für Kastenformen.
Nimm einen Bogen Backpapier und halbiere es längs. Der Länge nach wird nun jeweils 1/4-1/3 abgeknickt. der daraus entstandene schmale Streifen wird bis zur Knicklinie eingeschnitten. Achte darauf, dass du nicht darüber hinausschneidest. Das machst du mit der zweiten Hälfte ebenfalls. Nun nimmst du einen weiteren Bogen Backpapier und legst die Springform im geschlossenen Zustand auf das Papier. Mit einem Stift fährst du nun innen entlang. Schneide den Kreis aus. Anschließend kleidest du den Rand der Springform mit den beiden Backpapierstreifen aus, sodass die eingeschnittenen Ränder auf dem Boden aufliegen. Du wirst merken, dass sich das Backpapier so viel besser der Rundung anpassen lässt. Den Backpapierkreis legst du nun auf die Ränder.
Wenn du nun den Teig in die Form einfüllst, achte darauf, dass du ihn mittig einfüllst. Das Gewicht des Teigs drückt den Backpapierkreis nach unten und verhindert so, dass Teig unter den Kreis bzw. zwischen Kreis und Ränder fließt.
Sobald der Kuchen fertig gebacken ist, kannst du die Springform ohne weiteres entfernen. Es werden keine Kuchenreste an der Form kleben bleiben. Achte aber darauf, dass du das Backpapier erst entfernst, wenn der Kuchen ausgekühlt ist.

Weiter gehts nun mit dem Rezept für die Milchcremefüllung. Ich wünsch dir viel Spaß und freu mich, wenn du mich an deinen Erfolgen teilhaben lässt.


 
 
 

2 Kommentare

  1. Ich bin für jeden Back-Tipp dankbar da ich absolut nicht backen kann. 😉

    1. Sidney Sidney sagt:

      Da kann ich dir den Rehrücken wirklich empfehlen. Der ist auch sehr gut für Anfänger geeignet und normalerweise hat man auch alle Zutaten im Haus 😉

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