der ganz normale Wahnsinn

Wir schreiben das Jahr 2012. Ja, im Ernst. Es ist der 1.1.2012. Herr Sidney und ich feiern heute unser zweites, kleines Jubiläum. Dauert nur noch bis zum Juli, dann haben wir die eins dran stehen. Hey, wenn man bedenkt, dass wir mehr oder weniger schon von Anfang an zusammenwohnen, ist das ein wirklich guter Schnitt *gg*

Wie dem auch sei, wir schreiben das Jahr 2012. In diesem Sinne lasst uns anstoßen auf Gesundheit, Glück und Zufriedenheit! Und darauf, dass es dieses Jahr weniger Chaos gibt, als letztes Jahr. Damit du aber auch noch was vom ganz normalen Sylvester-(ja, ich schreibe Sylvester mit „y“ und ich weiß, dass man es eigentlich mit „i“ schreibt)-Vorbereitungsstress bei uns abbekommst, hab ich dir natürlich wieder einige Bilder gemacht. Auf diesem edlen Bild erkennt man wunderbar, dass Herr Sidney und ich keinen wirklichen Kühlschrank haben. Wir haben so ein Einbauteil, das nicht mal ein Gefrierfach hat. Da wir auch keinen Gefrierschrank besitzen, hat es einige Zeit gedauert, bis wir uns damit arrangierten. Beim Einkaufen ist es jedesmal sehr stressig, weil ich nicht auf lange Sicht einkaufen kann. Fleisch, etc. muss z.B. immer frisch sein. Einfrieren ist leider nicht möglich. So hatte ich dieses Jahr auch ein ziemliches Platzproblem. Wohin mit der Panna Cotta und den Shots? Da ich ja noch eine Sammlung an Pralinen machen wollte, zeigte Herr Sidney sein Stapeltalent. Ich fand hinterher zwar nichts wieder, aber zumindest hatte mein Essen seinen Platz gefunden. Heute steht Kühlschrankumsortierung auf dem Plan. Mir graut es jetzt schon. Damit du auch weißt, was ich meine, hab ich hier nochmal ein kleines Schmankerl für dich: Die Kühlschranktür. Beachte bitte, wo sich die ganzen Wodkashots versteckt halten. Und auch meine Panna Cotta. Das sind übrigens die pastellfarbenen Silikonförmchen von Ikea (hellblau, rosa und braun). Die Dinger sind toll, da muss ich mir dringend noch welche holen. Übrigens schaut es nur so aus, als wären wir Alkoholiker. Der Whiskey (ich weiß, Asche auf mein Haupt, der steht im Kühlschrank) ist schon seit Jahren in meinem Besitz. Die Tage habe ich ihn gekillt um Weihnachtsgeschenke damit zu machen (Kaffee-Schokoliquör). Einen kleinen Rest davon sieht man in der Flasche zwischen Whiskey und Rammazotti. Übrigens! Das Bier oben – Striker – ist aus der Schweiz. Ich hab selten ein Bier getrunken, das mir so gut schmeckte und auf dem weder Distelhäuser noch Guinness drauf stand. Herr Sidney und ich trinken nicht viel Alkohol. Wenn wir abends mal ein Glas Wein trinken, dann ist das schon viel. Vor Monaten hatte ich mal Lust auf Erdbeerlimes. Du siehst ja, wie viel ich daraus getrunken habe. Also nein, wir sind keine Alkoholiker.

Nachdem ich dann endlich Panna Cotta – unter anderem auch eine vegane Variante, weil wir ursprünglich einen veganen Gast hätten haben sollen – und Waldmeistershots im Kühlschrank verstaut hatte, konnte ich mich ans Pralinenmachen setzen. Problem ist, dass ich davon so gar keine Ahnung habe. Nach einem halben Nervenzusammenbruch gabs dann dreierlei Pralinen. Auf dem Foto siehst du Eiskonfekt, das sich Herr Sidney gewünscht hat. Wenn man mal gesehen hat, was DA reinkommt, dann kann man sowas nicht mehr essen. Dazu gabs übrigens noch ein Rocher-Imitat und eine Abwandlung von Giotto. Die Rohmassen haben echt super geschmeckt. Laut meinen Gästen war das Ergebnis auch *omnomnom* <- Das war übrigens das Unwort des Abends. Bei jedem Omnomnom gabs eine Runde Shots. Dahintergekommen sind sie nicht. Betrunken wurden wir irgendwie auch nicht, denn Frau Sidneys bester Freund, die eigentlich bekannt für ihr Omnomnom ist, hat es sich verkniffen, dafür war Herr Sidneys bester Freund der Spitzenreiter.

Bevor die Gäste dann eintrudelten, deckte ich noch den Tisch. Da ich vorher noch nie Fondue gemacht hatte, war das wirklich eine Prämiere. Also ich hab es schonmal gegessen, öfter sogar, aber selbstgemacht habe ich es noch nie. Und dann auch noch die Entscheidung: Nehme ich Fett oder Brühe? Aus einem Schweizaufenthalt hatte ich die leckere Fleischbrühe in Erinnerung. Also gesagt getan, es gab ein Fondue mit Brühe. Auf dem Tisch zu sehen: Dreierlei Fleisch, Saiten, Champignons, Brokkoli und Paprika. Im Hintergrund gab es dann noch Ackersalat (auch bekannt als Feldsalat) und Brot. Zum Essen servierten wir Wein und Herr Sidneys bester Freund brachte Met mit.

Es wurde dann noch ein sehr lustiger Abend, mit Spiele, Alkohol und natürlich „Dinner for One“. Wir haben festgestellt, dass Herr Sidney noch nie in seinem Leben Dinner for One gesehen hatte, was in unseren Augen eine unglaubliche Bildungslücke ist. Ich werde 24. Und es gab kein Jahr, in dem ich Dinner for One nicht gesehen hätte. Letztes Jahr hatte ich mir den Film auf DVD gekauft. Dem Teufel sei dank möchte ich sagen, denn dieses Jahr kam Dinner for One nicht auf dem ARD. Übrigens das einzige Mal im Jahr, dass ich einen öffentlich-rechtlichen Sender freiwillig einschalte.
Herr Sidneys bester Freund und Frau Sidneys bester Freund waren erschüttert ob der Tatsache, dass Herr Sidney beinahe 31 Jahre ohne Dinner for One verbracht hatte. Wir hatten viel zu lachen. The Same Procedure As Last Year, Miss Sophie? The Same Procedure As Every Year, James! Für diesen Kurzfilm kann man nicht zu alt oder zu jung sein. Ein absolutes Muss an Sylvester.

Und nachdem ich heute schon zu einer gotteslästernen Uhrzeit auf war, traf mich fast der Schlag, als ich in die Küche kam. Aber sieh selbst. Das steht heute noch an und ich habe absolut keine Lust!

Ich glaube, ich verschiebe die Küche auf morgen und genieße unser zweites kleines Jubiläum. Bis die Tage und viel Spaß im neuen Jahr!


 
 
 

5 Kommentare

  1. Richard Titze sagt: Antworten

    moah da wird man ja richtig neidisch bei dem Silvester xD Unsere Vodkashots sind leider nich festgeworden, weil unser Wackel-Vodka-Mensch leider meinte, diesesmal Instant-Wackelpudding-Pulver zu testen -_-

    1. Sidney Sidney sagt:

      *lach* Ich hab für die Vodkashots die Götterspeise von Oetker genommen. Das hat wunderbar funktioniert. Die Küche hat nur wie bei einem Alki gestunken xDD

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