[Buchflüsterer #08] J. D. Barker – The fourth Monkey

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Eigentlich hätte dieser Beitrag bereits im Dezember online gestellt werden sollen, denn da hatte ich das Buch beendet. In nicht mal fünf Tagen hatte ich diesen Pageturner gelesen, weil ich ihn – trotz Berufsschule – einfach nicht zur Seite legen konnte. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Berufsschule. Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, mache ich seit September eine Ausbildung zur Augenoptikerin. Ich startete ganz klassisch im ersten Lehrjahr. Normalerweise haben wir Blockunterricht. D.h. wir sind einige Wochen im Betrieb, danach drei Wochen in der Schule, dann wieder im Betrieb und zwischendurch sitzen wir dann auch noch Zeit in der Überbetrieblichen ab (die findet für mich in Karlsruhe statt). Das wäre alles ja grundsätzlich kein Problem, wenn dafür der Rest meiner Freitzeit nicht völlig auf der Strecke bleiben würde. Aus diesem Grund kommt meine Rezension auch erst jetzt. Aber hey: besser spät als nie!

J. D. Barker – the fourth Monkey

5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht …
Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …

J. D. Barker ist ein Newcomer am deutschen Literaturhimmel und in meinen Augen ein absolutes Naturtalent! Generell bin ich bei Thrillern, die nicht von meinen Stammautoren geschrieben wurden, skeptisch. Kann mich ein neuer Autor fesseln? Kriegt er den Grat zwischen Thriller und Abstoß hin? Ist das Buch langatmig? Verliert sich der Autor in Details? Oder überspringt er Informationen, die den Lesefluss verbessern würden?

In diesem Fall kann ich sagen: Barker ist der ideale Thrillerautor für mich. Er schreibt mit einer feinen Subtilität, verliert aber dennoch nicht die Einfachheit aus den Augen. Seine Sätze sind prägnant, knackig und in einer Weise formuliert, dass es wirklich Spaß macht, ihn zu lesen. Seine Charaktere entwickeln im Lauf des Buches ein Eigenleben und bekommen einen Tiefgang, der mir bei einigen anderen Autoren fehlt. Das Ermittlerteam Porter/Nash ist ein interessantes Gespann und auch wenn man bei Porter den klassischen gebrochenen Protagonisten vor sich hat, wirkt er nicht klischeebehaftet (Was vlt auch mitunter daran liegt, dass ich nicht sofort mit der Nase darauf gestoßen wurde. Ich hatte es zwar vermutet, aber die Bestätigung kam dann doch erst einige Seiten später).

Die Handlung ist stimmig und schlüssig. Mir fehlt es nirgends an Informationen. Barker verhaspelt sich nicht, er überholt sich nicht selbst und die Spannung bleibt im Umkehrschluss aber auch nicht auf der Strecke.

Fazit

Ganz im Ernst? Für mich war „der vierte Affe“ eindeutig mein Lesehighlight im Jahr 2017 (neben dem Wolkenatlas. Aber der steht ja bekanntlich bei mir außer Konkurrenz). Ich habe das Buch sehr genossen und war fast traurig, als ich die letzte Seite zu Ende gelesen hatte. Darum freue ich mich umso mehr, wenn vom Ermittlerduo Porter/Nash noch mehr veröffentlicht werden würde. J. D. Barker ist definitiv ein Autor, den ich weiter verfolgen werde. Mal schauen, was der noch so aus dem Hut zaubern wird.

Buchdetails:

  • Verlag: Blanvalet (27. Dezember 2017)
  • Seitenzahl: 544
  • Sprache: Deutsch
  • Abmessung: 13,6 x 4,5 x 21,6 cm
  • ISBN-13: 978-3764506247
  • ISBN-10: 3764506245
  • Preis: 14,99

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Diese Rezension erschien zuerst auf buecher.de


 
 
 

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