Katzenkinder und andere Probleme

Das <Ironie>LIEBE</Ironie> Petangels-Team hat uns bitter enttäuscht. Ja, wir sind uns dessen bewusst, dass das Team viel Gutes vollbringt, wenn sie Tiere vermitteln und ihnen ein neues Zuhause geben. Aber in unserem Fall ist es wirklich enttäuschend und ich muss sagen, dass wir uns nicht weiter darum bemühen werden, zwei Kitten vom Petangels-Team aufzunehmen. Wir sind natürlich sehr froh, dass jedes einzelne der Tiere, das vermittelt wurde, ein neues Zuhause gefunden hat. Aber von unserer Perspektive aus betrachtet, fühlen wir uns einfach nur verarscht und hintergangen.

Zur Hintergrundgeschichte:

Herr Sidney und ich hatten uns dazu entschlossen, zwei Kitten ein Zuhause zu schenken und wollten gleichzeitig etwas Gutes tun, indem wir notleidende Kitten aufnehmen. In Tierheimen gibt es im Normalfall keine Kitten, zumal dort eine der Auflagen ist, dass man den Tieren einen Freigang ermöglicht. Für uns stand aber von vornherein fest, dass wir keine Freigänger wollten. Durch Manu (AFP) wurden wir auf die Petangels aufmerksam. Dort hatten sie auch gleich einen ganzen Wurf Kitten. Wir interessierten uns für zwei Mädels. Ich gab direkt Bescheid, dass wir uns für sie interessieren. Als sich Lisa dann irgendwann dazu herabließ, mir zu antworten, waren die beiden Mädels dann schon weg. Wir vereinbarten dennoch einen Termin, weil sie – wie erwähnt – ja noch einen ganzen Wurf hatte.

Ich schrieb ihr, wie verabredetet, vor unserer Abfahrt eine SMS und bekam kurz vor unserer Ankunft die SMS, dass die Mädels jetzt doch noch nicht vergeben seien, die Interessenten hätten sich für zwei andere entschieden. Bei Lisa angekommen, erfuhren wir, dass es sich bei den zweien um drei Geschwister gehandelt hatte und der dritte jetzt furchtbar einsam war. Herr Sidney und ich informierten Lisa, dass Herr Sidney eine Katzenhaarallergie hat und wir schauen wollen, wie es mit zwei Kitten ginge. Sie versuchte uns mehr oder weniger dahingehend zu drängend, dass wir uns direkt entscheiden sollten. Aber wegen Herr Sidneys Allergie hielten wir uns zurück. Wir besahen uns dann den kleinen schwarzen und den Tiger. Die beiden hätten wir auch wirklich genommen, wollten aber zu einem späteren Zeitpunkt nochmal vorbei schauen. Lisa reagierte auf keinerlei SMS, keine Anrufe, keine Mails, gar nichts. Als ich mich dann an das gesamte Team wandte, ließ sie sich dann dazu herab, sich doch mit mir in Verbindung zu setzen und meinte, dass der schwarze jetzt doch zu seinen Geschwistern durfte. Und sie wolle den Tiger nur mit seiner Schwester abgeben. Ich war dann bereit statt dem schwarzen die Schwester zu nehmen, bekam aber nur die Meldung, dass sie einen Pilz hätten und deswegen in Quarantäne müssten. Erneut fragte ich an, wie lang es mit der Genesung dauern würde und fragte auch nochmal wegen den Mädels. Ich bekam wieder und wieder keine Reaktion. Irgendwannd vertröstete sie mich auf den 30. Ich bat sie, dass sie sich doch bitte bei mir melden solle, wenn es ihr zeitlich besser reinläuft. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch sehr freundlich und höflich. Aber auch seit dem 30. haben wir keinerlei Meldung von Lisa bekommen.
Heute setzte sich Herr Sidney wieder mit Lisa in Verbindung um nachzufragen, wie es jetzt ausschaut. Ausnahmsweise bekamen wir eine Reaktion: Die beiden Tiger bleiben bei Lisas Oma und sie hätte ja gesagt, sie würde die zwei nur zusammen vermitteln und sie hätten ja den Pilz.

Mal im Ernst: Das ist eine wirklich sehr schwache Leistung. Ja, Lisa hat ihren Kater verloren und ja, Lisa hatte Abiturprüfungen. Aber wenn man Tiere vermitteln will und Interessenten hat, dann sollte man zumindest eine kurze SMS rausschicken. Das ist eine Sache von einer Minute. Und wenn sie schon mit ihren Hunden zum Frisör gehen kann, dann wird sie uns ja wohl eine SMS schicken können.

Als einzige Reaktion von Herr Sidneys sehr ehrlichen Worten – nämlich dass wir enttäuscht sind – bekamen wir nur ein „OK“.

Herr Sidney und ich werden uns nun anderweitig umschauen. Wir haben auch schon zwei kleine Kitten im Blick, die wir uns am Samstag in Ruhe anschauen werden.


 
 
 

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