City Bag London von Dörr

Seit einigen Monaten will ich endlich meinen Testbericht zum City Bag London online stellen, vorher hatte ich gehofft, dass er bei Taschenfreak erscheint. Ich hab mich dann dort nochmal gemeldet, aber offenbar ging der Test auf halbem Weg verloren. Darum mach ichs jetzt andersrum: erst kommt der Bericht hier rein und dann schick ich ihn nochmal an Taschenfreak. Ich hab die Bilder jetzt auch nochmal neu bearbeitet.

Bei dieser Tasche handelt es sich um eine Umhängetasche für Fotoequipment. Dörr hat eine ganze Reihe solcher Taschen rausgebracht. New York – die wohl Größte; London – die Mittlere und mit Berlin eine Kleine. Bei einem Tagesausflug nach Metzingen stolperte ich zum ersten Mal über diese Taschen. Ich war ziemlich begeistert, dass die Taschen nicht wie eine typische Fototasche ausschauen. Sie vermitteln eher den Flair einer etwas globigeren Umhängetasche. Mit 80, 90 und etwa 100€ je Taschengröße im Dörr-Direktversand ist der Preis definitiv gerechtfertigt. Die Tasche ist – auch wenn es sich um die Mittlere handelt – ein regelrechtes Raumwunder. Die Haupttasche wird mit einem Reißverschluss am oberen Teil der Tasche geöffnet. Er lässt sich über einen Teil des Trageriemens öffnen und erschwert einem Taschendieb das Öffnen und Reingreifen. Ich habe festgestellt, dass ich ohne Probleme zwei Standardobjektive und zwei Bodies (jeweils EOS 50D) – einen davon mit angesetzter 50mm-Festbrennweite und Batteriegriff – in die Haupttasche gepackt bekomme. Links und Recht von der Haupttasche befinden sich zwei Seitentaschen, die im geöffneten Zustand ein Fangnetz haben. Sie kann man ein weiteres Objektiv oder auch eine Getränkeflasche darin aufgewahren. Des weiteren verfügt die Tasche über eine Klappe, die mit Klettverschluss verschlossen wird. Darunter befindet sich ein weiterer Reißverschluss, wodurch eine Fronttasche abgedeckt wird. Die Fronttasche ist übrigens auch bei geschlossener Klappe zu erreichen. Denn am Fronttragegurt (dem Kurzen) ist die Klappe nicht vernäht, sondern schließt auch hier mit einem Klettverschluss. In der Front ist eine Netztasche eingenäht, sowie eine Handytasche und eine Tasche mit Klappe. Die Fronttasche enhält genügend Stauraum für Akkus, Speicherkarten, Notizblock+Stift, Tempos, etc. Im Normalfall verstaue ich da drin dann auch diverse Flyer (die man unweigerlich auf Veranstaltungen in die Hand gedrückt bekommt), einen iPod, Geldbeutel und Schlüssel.
Die Tasche hat an der Rückeite noch ein schlankes Fach (ebenfalls mit Klett), indem sich eine Regenhaube befindet. Wenn man den Überzieher über der Tasche hat, ist sie schon sehr gut gegen Regen und Spritzwasser geschützt. Die Haube wird am Taschenboden mit Klett verschlossen, rundrum sorgt ein Gummizug für stabilen Sitz. Einziges Manko: An die Kamera kommt man nur noch, wenn man die Haube abnimmt. Allerdings ist die Tasche selbst ziemlich regenabweisend. Und dank des Materials kann man sie wunderbar imprägnieren. Somit ist die Haube eigentlich nicht zwingend erforderlich.
Was ich persönlich sehr toll finde, ist der gepolsterte Schultergurt. Ich habe selten eine Tasche mit mir getragen, die so angenehm war wie die City Bag. Wenn ich nicht vollbepackt bin, ist die Tasche sogar angenehm leicht. Sie besticht schon allein durch ihr relativ geringes Eigengewicht (ich hatte definitiv schon deutlich schwerere Taschen dabei). Natürlich ist eine Umhängetasche nie so handlich wie ein Rucksack (von wegen beide Hände frei), aber sie ist eine gute Alternative zu diesen Taschen die ganz laut schreien: Guckguck, ich bin eine Fototasche!


 
 
 

1 Kommentar

  1. Hr. Sidney sagt: Antworten

    zum vollgepackt tragen hast ja mich 😉

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